F-Verteilung Fisher Rechner (ANOVA, p-Wert)
F-Verteilung Fisher-Snedecor Rechner: Dichte, CDF, kritische Werte für ANOVA one-way Test, p-Wert und Varianzverhältnis-Test mit Freiheitsgraden d1 und d2.
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Die F-Verteilung Fisher-Snedecor
Unabhängig von Snedecor (1934) und Fisher eingeführt. Verhältnis zweier unabhängiger normierter Chi-Quadrate: F = (chi^2_{d1}/d1) / (chi^2_{d2}/d2). Zwei Freiheitsgrade d1 und d2.
Dichte
f(x; d1, d2) = sqrt((d1 x)^d1 d2^d2 / (d1 x + d2)^(d1+d2)) / (x B(d1/2, d2/2)). Positiv nur x > 0. Rechtsschief.
Momente
- Mittelwert: d2/(d2-2) für d2 > 2.
- Modus: ((d1-2)/d1)(d2/(d2+2)) für d1 > 2.
- Varianz: komplexe Formel für d2 > 4.
- Reziprok: 1/X ~ F(d2, d1).
- Grenze: F(d1, inf) -> chi^2(d1)/d1.
- Spezial: F(1, d) = T(d)^2.
Kritische Werte
- F_0.95(5, 20) = 2.711
- F_0.95(10, 30) = 2.165
- F_0.99(5, 20) = 4.103
- F_0.99(10, 30) = 3.02
F-Test für einfaktorielle ANOVA
k Gruppen, Test H_0: mu_1 = ... = mu_k. F = MSB/MSW mit MSB zwischen Gruppen, MSW innerhalb Gruppen. Unter H_0, F ~ F(k-1, N-k). Ablehnen wenn F > F_krit.
Fünf Modi
- PDF.
- CDF.
- Kritischer Wert.
- F-Test ANOVA.
- Varianzverhältnis-Test.
Varianzverhältnis-Test
H_0: sigma_1^2 = sigma_2^2. F = s_max^2/s_min^2 ~ F(n_max-1, n_min-1). Zweiseitig mit alpha/2. Voraussetzung für klassischen t-Test; Welch bei unterschiedlichen Varianzen.
Beziehungen
- T(d)^2 ~ F(1, d).
- F(d1, inf) = chi^2(d1)/d1.
- Beta: X*d1/(X*d1+d2) ~ Beta(d1/2, d2/2).
- Cauchy: F(1, 1).
- Nichtzentrale F für Teststärke.
Geschichte
Fisher (1890-1962) Vater der modernen Statistik, entwickelte ANOVA in Rothamsted 1920-40. Snedecor popularisierte F im Buch 'Statistical Methods' 1934. Standard in ANOVA, Regression, Varianztests.
Anwendungen
- ANOVA: Mittelwertvergleich k Gruppen.
- MANOVA: mehrere Faktoren.
- Regression: globaler Signifikanztest R^2.
- ANCOVA: Faktoren und Kovariaten.
- Varianzhomogenität: Bartlett, Levene.
- DOE: faktorielle Pläne.
Die Annahmen des F-Tests und seine Robustheit
Die Gultigkeit eines F-Tests beruht auf drei Annahmen: die Beobachtungen mussen unabhangig sein, aus normalverteilten Populationen stammen und, im Fall der ANOVA, gleiche Varianzen zwischen den Gruppen aufweisen (Homoskedastizitat). Die einfaktorielle ANOVA ist dank des zentralen Grenzwertsatzes gegenuber maessigen Verletzungen der Normalitat einigermassen robust, besonders bei grossen ausgeglichenen Gruppen. Der F-Test zum Vergleich zweier Varianzen ist dagegen bekanntlich empfindlich gegen Nicht-Normalitat: schon kleine Abweichungen konnen die Falsch-Positiv-Rate aufblahen.
Deshalb bevorzugt man bei zweifelhafter Normalitat robustere Alternativen: den Levene- oder Bartlett-Test fur die Varianzhomogenitat und die Welch-Version der ANOVA, wenn sich die Varianzen unterscheiden. Die Annahmen vor der Interpretation des p-Werts zu prufen ist ein wesentlicher Schritt: ein signifikanter F, der unter Verletzung der Annahmen gewonnen wurde, kann ein Artefakt statt eines echten Effekts sein.
Nach der ANOVA: Effektstarke und Post-hoc-Tests
Ein signifikanter F-Wert besagt nur, dass nicht alle Gruppenmittelwerte gleich sind, gibt aber nicht an, welche Gruppen sich unterscheiden noch wie gross der Unterschied ist. Um die erste Frage zu beantworten, braucht man Post-hoc-Tests wie Tukeys HSD oder die Bonferroni-Korrektur, die Gruppenpaare vergleichen und dabei die Inflation des Fehlers erster Art durch multiple Vergleiche kontrollieren.
Um die Grosse des Effekts zu quantifizieren, berichtet man statt des p-Werts allein Masse wie Eta-Quadrat (eta^2), den Anteil der von den Gruppen erklarten Gesamtvarianz, oder Omega-Quadrat (omega^2), eine weniger verzerrte Schatzung. Ein Effekt kann statistisch signifikant, in der Praxis aber vernachlassigbar sein, besonders bei grossen Stichproben: deshalb empfiehlt die moderne statistische Praxis, die Effektstarke stets neben dem p-Wert und dem Konfidenzintervall anzugeben.
Aktualisiert im Juli 2026
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