Windlast-Rechner für Gebäude (Eurocode 1 / DIN EN 1991-1-4)
Calcola la pressione del vento sugli edifici secondo Eurocodice 1 e NTC 2018: pressione cinetica di riferimento, coefficiente di esposizione, pressione di picco e forza risultante su una superficie. Gratis, in 5 lingue.
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Haftungsausschluss: Diese Berechnung ist rein indikativ. Für wichtige Entscheidungen konsultieren Sie einen Fachmann.
Was ist Windlast und warum berechnen
Die Windlast ist eine der wichtigsten variablen Einwirkungen auf Gebäude, neben Nutzlasten und Schneelast. Der Wind erzeugt positive Drücke (Schub) auf exponierte Fassaden, Sog auf Fassaden unter Wind und auf Dächern, lokale Beanspruchungen auf Dacheindeckungen, Ziegeln, PV-Modulen, Schornsteinen. Windversagen — teilweise (Ziegelverlust, Anheben leichter Dächer) oder vollständig (Einsturz von Kühltürmen, Hängebrücken wie Tacoma Narrows 1940) — ist eine Hauptursache für Schäden. Die Normen DIN EN 1991-1-4 (Eurocode 1), NTC 2018 (Italien), ASCE 7 (USA) bieten standardisierte Methoden.
Die Grundformel: q_b = ½·ρ·v_b²
Der Referenz-Geschwindigkeitsdruck:
q_b = ½ · ρ · v_b²
mit ρ = 1,25 kg/m³ Luftdichte, v_b Referenzgeschwindigkeit. In Deutschland definiert DIN EN 1991-1-4/NA 4 Windzonen: 22,5 m/s (Zone 1, südwestdeutsches Binnenland) bis 30 m/s (Zone 4, Nordseeinseln).
Expositionsbeiwert c_e
Der Expositionsbeiwert integriert Höhe und Rauhigkeit:
c_e(z) = [1 + 7·I_v(z)] · c_r²(z)
Geländekategorien:
- Kat. I Offene See, Seen: z_0 = 0,01 m.
- Kat. II Offenes Land: z_0 = 0,05 m (Referenz).
- Kat. III Vororte, Wälder: z_0 = 0,3 m.
- Kat. IV Dicht bebautes Stadtzentrum: z_0 = 1,0 m.
Beispiel (z = 10 m, Kat. II): c_e = 2,35.
Aerodynamische Beiwerte c_p
Effektiver Druck: w = q_p·c_p. Indikative Werte (§7.2):
- Luv-Fassade: c_pe = +0,7 bis +0,8.
- Lee-Fassade: c_pe = −0,3 bis −0,5.
- Seitenwände: c_pe = −0,5 bis −0,8.
- Flachdach: c_pe = −0,7 bis −1,4 an Rändern.
- Ecken hoher Gebäude: c_pe bis −1,4.
- Innendruck c_pi: +0,2 bis +0,3 (Luvöffnungen) oder −0,3 bis −0,5.
Windzonierung in Deutschland (DIN EN 1991-1-4/NA)
DIN EN 1991-1-4/NA teilt Deutschland in 4 Windzonen:
- Zone 1: südwestdeutsches Binnenland → v_b,0 = 22,5 m/s.
- Zone 2: Binnenland Nord und Mitte → v_b,0 = 25 m/s.
- Zone 3: küstenferne Ostsee, Elbe → v_b,0 = 27,5 m/s.
- Zone 4: Nord- und Ostseeküste, Inseln → v_b,0 = 30 m/s.
Gesamtkraft und statische Nachweise
Kraft: F = w·A. Nachweise:
- Globale Stabilität (Kippen, Gleiten).
- Bauteilfestigkeit (GZT, γ_Q = 1,5).
- Fassadenbekleidung (Durchbiegung ≤ L/300 GZG).
- Dacheindeckung (Abheben).
- Resonanz (schlanke Bauwerke).
Häufige Fehler und dynamische Effekte
- Unterschätzen der Dachsöge.
- Ignorieren des Innendrucks c_pi.
- Lokale Beiwerte an Ecken und Gesimsen.
- Verwechseln von v_b mit momentaner Geschwindigkeit.
- Ignorieren dynamischer Effekte bei schlanken Bauwerken.
- Aerodynamische Effekte (Wirbelablösung, Flatter, Kuppeln).
So verwenden Sie den Rechner
Geben Sie die Referenzgeschwindigkeit v_b in m/s ein (Deutschland: 22,5-30 je nach Zone). Die Höhe z in m. Die Geländekategorie (1-4). Den Beiwert c_p. Die Fläche A in m². Der Rechner liefert q_b, c_e, v_p, q_p, w, F und qualitative Bewertung.
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